"Hallo blabla.
Ich dachte, ich schreib mal ein bisschen was neues hier rein. Wahrscheinlich ist es sowieso umsonst, uninteressant und allgemein unwichtig, aber seit neuestem können meine Eltern hier auch mitlesen."
So habe ich vor vier Monaten einen Post angefangen und ihn als Entwurf gespeichert.
Fragt mich nicht, was damals mit mir los war. Ich denke, es war einfach der Winter und der Fakt, dass ich zum Arbeiten gegangen bin, während es dunkel war und als ich wieder zu Hause war, war es eben auch dunkel. Der Winter kann schon deprimierend sein, vor allem wenn man nur Abends Freizeit hat, wenig Geld und 12qm in denen man rumschimmelt :D
Ich muss ehrlich sagen, dass das aber verglichen zur letzten Zeit einfach nur belanglose Babyprobleme waren.
Viele von euch haben es ja wahrscheinlich auf der ASF-Seite oder im "Zeichen" gelesen, andere von mir persönlich gehört. Vor knapp eineinhalb Monaten ist ein guter Freund und Mitfreiwilliger von uns dahingeschieden. Ehrlich gesagt, wusste ich erst gar nicht, ob ich das hier reinschreiben soll, aber dieser Blog ist auch für mich eine Art Tagebuch (vielleicht nicht ganz so persönlich, aber vollkommen sachlich möchte ich hier einfach nicht berichten, da es um mich und um meine Wahnehmung in meinem Freiwilligenjahr geht). Ich bin dankbar für jede Sekunde, in der sich unsere Gruppe in den Niederlanden gegenseitig gestützt hat und bin froh, dass wir alles nach und nach verarbeiten.
Ich habe meinen vorigen Post deshalb nicht weitergeführt. Vielleicht werde ich das nachholen, aber für jetzt möchte ich euch eher von den letzten Wochen erzählen, die wirklich im totalen Kontrast zu dem oben angefangenen Post stehen. Unglaublich, wie sich Dinge ändern können und wie viel besser man manchmal mit Situationen umgehen kann, wenn man sie akzeptiert.
Angefangen hat diese Phase dann wohl, als ich im Plan gesehen habe, dass ich vom 13. Juli bis Ende August einfach Urlaub habe. Seitdem ärgere ich mich nicht mal mehr halb so viel über teilweise 40-Stunden-Woche, aber das ist natürlich nicht der einzige Grund. Nachdem ich ein halbes Jahr bei UNITED bin, hat sich in meiner Arbeitsweise sehr viel geändert. Ich habe jetzt wirklich einen Einblick in dieses Wirrwarr aus Connections, Finanzen und Hierarchie. Rückblickend kann ich wohl sagen, dass ich mich anfangs wie der werte Herr Josef K. gefühlt haben muss. Gefangen in einem Geflecht, das ich nie so ganz verstanden habe und Außerstehende nicht sicher waren, ob ich mir das nicht nur einbilde. Zum Glück endete das Ganze nicht im Suizid meinerseits :D Ok nein, das war jetzt mal wieder zu makaber für manch eine empfindliche Seele, nehme ich an.
Gut, zu meiner Arbeit: Ich hab ehrlich gesagt die letzten Monate dann endlich ein bisschen mehr Abwechslung bekommen. Im Februar wurde der zweite Kalender gedruckt, and dem ich gearbeitet habe. Ist ein ziemlich cooles Gefühl muss ich schon zugeben. Joe (mein neuer Britischer Kollege) meint ja, ich solle unbedingt Journalismus studieren. Das Maul dazu hab ich ja, jedoch fehlt es dann wohl eher an der literarischen Begabung und Objektivität. Vielleicht könnte ich ja das ein oder andere in der Bild publizieren, haha.
Jedenfalls haben wir erst kürzlich unsere 21March Kampagne hinter uns gebracht und ich bin ja schon sehr Stolz darauf. Im Rahmen der Kampagne wollen wir so viele NGOs und Bündnisse dazu animieren in der Woche vom 21.März eine Veranstaltung zum Thema Multikulturalismus, Diversität etc. zu organisieren. Der Gedanke dahinter ist im Prinzip auch der Grundgedanke von UNITED. Wir wollen die Bewegung der antirassistischen Gruppen stärken, indem wir uns bestimmte Daten heraussuchen und versuchen NGOs auf diese aufmerksam zu machen und ihnen eine Plattform zu bieten, in der sie sich Inspirationen, Hintergrundinformation und Materialen holen können. Die Idee ist zu verhindern, dass 10000 verschiedene Aktionswochen zu verschiedenen Zeiten innerhalb Europas stattfinden, welche dann in der Menge untergehen. Wir wollen eine starke Kampagne mit viel Teilhabe und öffentlicher Aufmerksamkeit. Den konkreten Inhalt überlassen wir den NGOs, wir selber schaffen nur Rahmenbedingungen. Finde ich auch gut so, alles andere wäre eine noch größere Anmaßung unsererseits :>. Hintergrund für das Datum ist folgender: Der 21. März ist der von der UN ausgerufene “Internationale Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung" basierend auf dem Massaker von Sharpeville, in welchem 1960 neunundsechzig friedliche Teilnehmer einer Anti-Apartheitsdemonstration von der Südafrikanichen Polizei wahllos erschossen wurden.
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| Von mir geschriebener Bericht für unsere Facebookpage |
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| Covermodels- leicht peinlich und misslungen. |
Nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass ich auf dem Titel unseres Konferenzberichtes bin, haha. 1500 Mal mein Face in ganz Europa verschickt. Sehr geil!
Und die nächste Konferenz steht schon wieder vor der Tür. Dieses Mal ist es Litauen, ich freue mich schon so abnormal darauf. Die Einrichtung, in der wir dieses Mal tagen ist der Hammer, aber das werde ich euch wohl erst nach der Konferenz genauer erklären können. Aus Sicherheitsgründen ;)
Der Titel dieser Konferenz ist "Überdenken von Diversität - Herausforderungen für Gleichstellung in Europa und neue Heransgehensweisen". Genaueres werde ich dann wohl in einem Extrapost erklären.
Und die nächste Konferenz steht schon wieder vor der Tür. Dieses Mal ist es Litauen, ich freue mich schon so abnormal darauf. Die Einrichtung, in der wir dieses Mal tagen ist der Hammer, aber das werde ich euch wohl erst nach der Konferenz genauer erklären können. Aus Sicherheitsgründen ;)
Der Titel dieser Konferenz ist "Überdenken von Diversität - Herausforderungen für Gleichstellung in Europa und neue Heransgehensweisen". Genaueres werde ich dann wohl in einem Extrapost erklären.
Okay. Ich glaube das reicht vorerst, was meine Arbeit angeht. Privat ist natürlich auch einiges passiert. Das würde ich jedoch wirklich gerne in einem Extrapost verfassen. Finde ich strukturierter.
By the way 8th of Mat Liberation Day!
Thanks allied forces!
By the way 8th of Mat Liberation Day!
Thanks allied forces!



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